Lernen Sie unsere Bloggerin kennen: Abigail King

Ärztin wird zu neugieriger Weltreisender

Bloggerin: Abigail KingLernen Sie Abigail King kennen, britische Reisejournalistin und Fotografin, die sich in Kürze auf eine InterRail-Reise durch Osteuropa machen wird. Nachdem Sie zunächst als Ärztin im Krankenhaus gearbeitet hatte, ließ sie diesen Beruf hinter sich und entschied sich für die Entdeckung der Welt und verschiedener Kulturen.

Reiseantritt: 29. November 2011
Rückkehr:   17. Dezember 2011

Reiseplan: Türkei, Bulgarien, Serbien, Kroatien, Slovenien, Ungarn, Österreich, Slovakei, Tschechien und Deutschland.

Folgen Sie Abigails Blog, während sie sich mit der Bahn auf die Suche nach den unentdeckten Schönheiten Osteuropas macht.
Blog: www.insidethetravellab.com
Twitter: @insidetravellab

Interview

Lernen Sie Abigail in diesem Interview mit Interrailnet.com etwas näher kennen ...

Erzählen Sie uns bitte etwas über sich.
Ich bin Journalistin und Fotografin, die eine Karriere als Ärztin gegen ein Leben unterwegs eingetauscht hat. Ich bin außerdem ein Fan von Blackadder, esse viel zu viel Mango Chutney und liebe Toast mit Marmite und etwas Butter.

Welche Erfahrungen haben Sie als Reiseautorin gesammelt?
Ich bin zwei Mal um die Welt gereist, habe im Schnee vom Kilimandscharo und Patagonien im Zelt übernachtet und Tiger, Schildkröten und Pandabären aufgespürt. Seitdem habe ich heiß geduscht und das Großstadtleben von New York, Rio, Paris und Tokio erlebt. Durch meine Arbeit hatte ich die Gelegenheit, mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Köche, Formel Eins-Ingenieure, Entwicklungshelfer, Minister, die Ältesten der Tlingit und eine Vielzahl von Menschen auf der Straße zu interviewen. Ich schreibe den prämierten Reiseblog „Inside the Travel Lab“ und meine Berichte wurden im National Geographic Traveler, Lonely Planet Magazine, France Today und anderen Publikationen veröffentlicht.

Warum freuen Sie sich darauf, mit einem InterRail-Pass zu reisen?
Ich freue mich darauf, die Länder an den Fenstern an mir vorbeiziehen zu lassen, anstatt einfach am Ende eines Fluges in sie hineinzustolpern.

Sind Sie je mit der Bahn durch Europa gefahren?
Nicht für eine lange Reise wie diese. Ich bin von London mit dem Eurostar nach Paris, Brüssel und Köln gefahren, und habe auch schon den schnittigen Hochgeschwindigkeitszug zwischen Sevilla und Madrid genutzt.
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Welche Vorteile hat es Ihrer Meinung nach, Europa mit der Bahn zu erkunden?
Wenn man mit der Bahn in einer Stadt ankommt, ist man normalerweise gleich mitten im Geschehen, statt etwa eine Stunde entfernt an einem Flughafen. Man sieht das Land, durch das man reist, und muss sich um Parkplätze, Verkehr oder langwierige Sicherheitskontrollen am Flughafen keine Gedanken machen ...

Was haben Sie sich für diese Reise vorgenommen?
Mich interessieren die Teilungen Osteuropas, und daher beginne ich meine Reise in Istanbul, wo der Bosporus Europa und Asien trennt. Dann reise ich nach Berlin, wo Ost und West einst durch die Berliner Mauer voneinander getrennt waren. Diesem Thema folge ich auch bei meiner weiteren Reise durch Sofia, Belgrad, Zagreb, Ljubljana, Wien, Bratislava und Prag. Obwohl mich die Geschichte dieser Orte fasziniert, möchte ich auch herausfinden, wie sie heute im 21. Jahrhundert so sind.

Welches Erlebnis hat sich Ihnen bis jetzt am meisten eingeprägt?
Mmmh ... das ist eine unmögliche Frage! Wahrscheinlich die Suche nach Tigern im Ranthambore National Park in Indien. Wir starrten in ein Feld von hohem, bleichem Gras und und beobachteten einen Schatten, von dem wir dachten, es könne sich um einen jungen Tiger handeln, der auf und ab streicht und sich auf die Jagd vorbereitet. Ich konnte nicht gut sehen, also setzte ich mich wieder hin und drehte mich herum. Und da, kaum einen Meter entfernt, saß ein ausgewachsener Tiger und starrte mich an. Wir waren mit einem offenen Jeep unterwegs und der Tiger hatte sich unbemerkt angeschlichen. Es war pure Angst, Freude und Schönheit, alles auf einmal.